
Liebe Freunde des gepflegten Lacks, in meinem ersten Artikel im November habe ich die Nachteile der regelmäßigen Waschanlagenbenutzung für den Lack ja mehr als deutlich aufgezeigt.
Nun wird es Zeit Euch zu zeigen, wie man es besser macht, wie man den guten Lackzustand eines neuen oder aufbereiteten Wagens über Jahre hinwegt erhält. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der … mit einer korrekten Handwaschmethode. Denn es gibt in der „Pflegeszene“ mehrere Ansichten, wie man korrekt wäscht.
Alle ähneln sich, keine ist wirklich „falsch“, und ich präsentiere Euch jetzt „meine“.
Die Einkaufsliste
Wie bei allen Arbeiten am Fahrzeug, ist auch hier das richtige „Werkzeug“ die Grundlage eines guten Ergebnisses. Ich will nicht verhehlen, dass es etwas teuer wird (dreistellig), wenn man die Einkaufsliste von oben bis unten abarbeitet, aber bedenkt bitte, dass praktisch alles darauf wiederverwendbar ist und über viele Jahre hin nutzbar ist.
Insbesondere die teuren Mikrofaserprodukte sind immer wieder waschbar und wiederverwendbar, und die eingesetzten Shampoos und Mittel können (sollten!) sparsam dosiert werden und auch gut für viele Wäschen sein.
Ich bete nun erst mal eine Einkaufsliste herunter und verlinke gute, in Deutschland leicht erhältliche und beispielhafte Artikel mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Es gibt aber grundsätzlich immer noch empfehlenswerte Alternativen, ich kann sie hier nur nicht alle verlinken, das würde zu weit gehen.
Es geht mir primär darum, dass Ihr wisst, was gebraucht wird und wie es ungefähr aussieht und was es kostet. Ein paar Bilder von entsprechenden Mitteln aus meinem aktuellen Sortiment runden die Sache ab. Hier können jedoch Dinge dabei sein, die nicht einfach zu beschaffen sind und/oder schon etwas … hochwertiger sind, was sich im Preis niederschlagen kann.
Ihr könnt gerne in den Kommentaren zum Artikel nach Details fragen, wenn es Euch interessiert.
Los geht’s – jetzt wird eingekauft
- 2 Eimer, idealerweise mit GridGuard (Drecksieb), optional mit wasserdichtem Deckel
Beachte: Das GridGuard Sieb ist für Gallonen-Eimer ausgelegt (Durchmesser) und passt nicht in herkömmliche Liter-Eimer! - 1 Mikrofaser-Waschhandschuh (hohe Qualität)
- 1 Mikrofaser-Waschhandschuh (niedrige Qualität, optional, für untere Schmutzbereiche und Felgen)
- 1 Lammfell-Waschhandschuh (optional, zur Schonung frischer Wachsschichten und für wenig verschmutzte Fahrzeuge)
- Flugrost- und Teerentferner (optional, wenn Flugrost ein Problem oder das Auto sehr ungepflegt ist)
- Schonendes Shampoo (greift die Wachsschicht nicht an), alternativ ein Shampoo, das Carnauba enthält und die Wachsschicht auffrischt
- Felgenbürste (optional)
- Mikrofaser-Trockentuch, groß
- Mikrofaser-Trockentuch, klein (optional, einfach zur handhaben in Bodennähe, Einstiege, Innenseiten von Türen, Hauben, Klappen)
- Mikrofasertuch für Felgen, klein (optional, um das große Tuch nicht mit Resten von Bremsstaub einzuschmutzen)
Profitipp:
Grundsätzlich ist jedes einigermaßen flauschige (und damit schonende und gleichzeitig saugfähige) Mikrofasertuch auch als Trockentuch einsetzbar.
Optionale Nachbehandlung zur Erhaltung von Lackglätte, Glanz und vermeidung von Wasserflecken auf gewachsten Lacken:
- Quick Detailer
- 2x weiches Mikrofasertuch zur Verarbeitung des Quick Detailers. Tipp: Hier den 6er Pack kaufen (bester Preis), dann hat man auch gleich die kleinen Trockentücher (s.o.) + 2 in Reserve
Profitipp:
Ist der Wagen gewachst oder versiegelt, sollte man sich bei Kauf eines Detailers ein wenig darauf einstellen: Wurde ein Carnaubawachs verwendet, empfiehlt sich der Einsatz eines wachshaltigen Quick-Detailers (z.B. CHEMICAL GUYS P40 Detailer), um eine gewisse Auffrischung der Wachsschicht zu erreichen. Auf synthetischen Wachsen oder Versiegelungen nimmt man besser einen synthetischen, wachsfreien Detailer.
Damit hätten wir erst mal eine „Einkaufsliste“. Was Ihr genau davon braucht/wollt, müsst Ihr selbst entscheiden.
Es mag die Frage aufkommen, warum Knete kein Bestandteil dieser Liste ist, obwohl aber Flugrost- und Teerentferner aufgelistet sind, die einen ähnlichen Zweck erfüllen. Der Grund ist, dass ich die Einstellung habe, dass Knete aufgrund der möglichen Spuren im Lack, die sie hinterlassen kann, nur vor dem Polieren angewendet werden sollte. Ich weiß, dass einige Kollegen das weniger „eng“ sehen, deshalb erwähne ich es hier präventiv.
Beginnen wir nun mit dem eigentlichen Waschvorgang und damit der Anwendung der eingekauften Mittel. Hier geht es weiter: Die schonende Handwäsche #2 – Jetzt wird gewaschen
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